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13.Juli 2012 

Bericht über meine Wohnmobil-Reparaturwoche in Niedergurig bei Bautzen bei der Firma Caravan Metropol ... es geht hierbei um einen Nässeschaden / Wasserschaden an meinem Bürstner 642-2 active aus dem Jahre 2001 ... es könnte sich aber, und das habe ich in den Tagen dort vor Ort, auch um jeden anderen Bürstner und auch jede andere Marke handeln ... und das bei auch noch jungen Wohnmobilen bzw. Wohnwagen ...

CM - Caravan-Metropol - Die gläserne Werkstatt -
Hand in Hand mit ihren Kunden

 Ja, ihr lest richtig. Hatte ich doch erst vor knapp über einem Jahr mein 2tes Wohnmobil wegen eines Nässeschadens im hinteren unteren Bereich des Heckstaukasten “getauscht” gegen ein anderes, in der Hoffnung nun endlich Ruhe mit dem Wasser zu haben, glaubt mal nicht, dass das dann so einfach vorbei ist ...
Die elektrische Trittstufe gab mittlerweile immer mehr nach, beim Ein- und Aussteigen. Und mein Gewicht blieb annähernd gleich ;-) Also musste es etwas anderes sein. Etwas genauer nachgesehen, entdeckte ich am hinteren rechten Radkasten ...

 

 Mehr hierzu “leider” auf dieser Seite ... (alle Bilderlinks ganz am Ende der Seite)
... aber der überaus freundliche und meiner Meinung nach sehr kompetente Herr Wünsche meinte nach fast 3-stündiger gründlicher Feuchtigkeit- und Schadenprüfung: das lohnt sich auf alle Fälle noch, das alles zu reparieren, da hätte er schon gaaanz andere Schäden gesehen, sogar bei noch viel jüngeren Fahrzeugen.

 Ich denke jedenfalls, dass ich hier an der Bautzner Talsperre bei den Herren Michalczyk und Wünsche und ihrem Team super gut aufgehoben bin, schliesslich muss es von hier doch noch mehr geben als “nur” guten Senf ;-))) Und die vielen positiven Berichte über die “Gläserne Werkstatt” hatten mich schliesslich dazu veranlasst, die doch nicht geringe Strecke aus dem Harz dorthin auf mich und mein Wohnmobil zu nehmen.

 Festgestellte “Mängel” am Ende der Untersuchung:
- Unterboden hinter Hinterrad rechts “faul”
- Unterboden hinter Hinterrad links faul
- Unterboden vor Hinterrad links feucht (wird dann genauer untersucht)
- beide hinteren Bodenecken teilweise faules Holz bzw. Undichtigkeit in Form von Rissen im Unterbodenschutz
- vordere rechte Ecke am Unterboden feucht, da fiel gleich ein “Blech” samt anhaftendem Unterbodenschutz ab ...
- alles “weitere” wird im Rahmen der Reparatur genau unter die Lupe genommen - den Gesamtschaden sieht man leider erst, wenn man dann am arbeiten ist! Also können immer “böse” Überraschungen dazukommen
- die Kederleiste am Dachübergang zum Alkoven ist “brüchig” und spröde - darunter total verrostete Schraubenköpfe, ebenso die Kederleisten links und rechts vom Alkoven rund um das Fahrerhaus
- die Fenster und Luken werden alle mit einer Dichtnaht zusätzlich abgedichtet
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 Ach ja, leider muss nun aus diesem Grund (trotz meiner Mitarbeit wird die Schadensumme weit im 4stelligen Bereich liegen) mein geplanter 5-wöchiger Urlaub ausfallen. Den ersten “Ersatz” habe ich allerdings schon hinter mir, ich war das Prüfwochenende in Bautzen abends beim Spanier essen ;-) Lecker “andalusische Hirtenpfanne” ... Vielleicht klappt ja die weitere Urlaubsersatzplanung und ich kann später in Schmochtitz auf dem Weg nach Bautzen eine “Orientalische Nacht - Auf den Spuren von Marco Polo” erleben, ich lass mich überraschen ...

 Und da ich in weiser Voraussicht gleich meinen Anhänger samt Varadero mitgenommen hatte, konnte ich (besser is das), ich sags schon mal mal vorweg, das Womo gleich dort stehen lassen bis zur Reparatur im August. Jede Regenfahrt hätte den Schaden um weitere hunderte Euro verschlimmert und verteuert. So hatte das Holz schon mal Ruhe und Zeit, sich auf seine Entfernung vorzubereiten und etwas auszutrocknen ;-)
 Die Zeit vor der Besichtigung, ich konnte kurzfristig schon den Donnerstag frei bekommen auf der Arbeit, nutzte ich daher für erste Fahrten in für mich fremdem Gebiet. Der SP in Bautzen liegt am Rande eines grossen Parkplatzes am Stadtrand. Leider auch direkt an einer relativ viel befahrenen Strasse, daher “etwas” laut. 2 V/E-Säulen sind vorhanden. Bilder und Beschreibung SP Bautzen bitte hier ansehen >>>

 Meine erste Fahrt nach dem Entladen der Varadero am Freitag führte mich dann vorbei am CP Olbasee. Der Platz dort wird mir später noch einige ruhige Tage der Erholung bieten. Zuvor sagte ich jedoch schon mal “Tach” in der Werkstatt, die staunten nicht schlecht, dass ich schon 1 Tag zu früh da war und dann auch noch ohne Womo sondern auf dem Motorrad ;-) Dann bis Morgen ...
 Zufällig komme ich am Erlichthof vorbei, dort gibt es neben kostenlosen Parkplätzen ;-) zB auch einen Wolfsweg, den ich mir bei einer der nächsten Nachuntersuchungen einmal genauer ansehen werde.
 Was mir bei der weiteren Fahrt jedoch noch stärker ins Auge fällt, sind die Plakate vom Country Fest. Auch die Lennerockers sollen dort aufspielen ... Na dann mal das Pferd gesattelt und nachgeschaut, was sich dort so abspielt auf der Mainstreet im Walddorf. Ne ganze Menge stelle ich fest. nur leider für mich für diesmal zu kurzfristig, verschiebe ich doch lieber auch auf die nächsten Jahre ... aber man staunt schon, was so ein Karnevalsverein auf die Beine stellen kann. Seht selbst >>>
 Abenteuerurlaub in Deutschland, kein Problem hier an der Grenze zu Polen. Nein nein, ich möchte hier nicht auf eventuelle Probleme mit osteuropäischen Mitbürgern anspielen. Viel mehr meine ich die Abenteuer, die man mit Neisse-Tours erleben kann. Wie zB ein Fahrt auf selbiger. Ein schön gelegener SP/CP bietet für uns Mobilisten doch die besten Voraussetzungen dafür.
 Gelbe Telefonzellen (für die jüngeren Bürger unter uns: sowas gab es früher mal in Deutschland an fast jeder Ecke zum Telefonieren von unterwegs ;-), sozusagen das Händi in gross), Kamele, verkehrtherum im Baum parkende Autos ... sowas und noch viel mehr aus Holz sieht man in der Kulturinsel Einsiedel. Ich umrundetet diese zu Fuss auf dem Weg zum östlichsten Punkt Deutschlands, der hier auch ausgeschildert ist ... An der Zollstation ist für diesmal für mich jedoch erst mal HALT, ich hab meinen Reisepass vergessen ;-)
 Ja is denn schon wieder Weihnachten?
Wenns nach dem Weihnachtshaus in Görlitz geht, dann kann das ganze Jahr durch unterm Weihnachtsbaum gefeiert werden. Riesige buntbemalte Nussknacker weisen einem den Weg. Kunstvolles aus Holz, Glas und anderem sind hier feiertagsunabhängig zu kaufen.
 Zurück auf dem Stellplatz in Bautzen mache ich mich auf einen Rundgang durch die Stadt mit den vielen Türmen. Von der Friedensbrücke aus ist prima die Alte Wasserkunst zu sehen. Der Lauenturm hat jetzt leider keine Besichtigungszeit mehr, sonst wäre er für eine 1. Übersicht hervorragend geeignet. Auf das knallgelbe Rathaus von 1213 mit seinen 3 Uhren am Turm geht man schon zwangsläufig zu. Und es muss nicht immer Pisa sein, nur um einen schiefen Turm zu sehen, nein, hier in Bautzen gibt es auch einen ;-)
 Ich erwähnte ja schon, das ich meinen geplanten Urlaub für die Reparatur des Womos “opfern” musste. Aber trotzdem muss ich ja nicht ganz darauf verzichten. Dabei hilft mir das spanische Restaurante Torero ganz lecker mit einer Andalusischen Hirtenpfanne aus. Nach dem Genuss ärgere ich mich doch ein wenig, dass die Tour leider auch “ins Wasser fällt” ... sagte ich eigentlich schon, dass Wasser der Feind Nr.1 eines jeden Wohnmobils und Wohnwagen ist ...
 Durch das Mühltor und an der Fabrik vorbei gehts zurück ins Womo. Denn der nächste Tag wird zeigen, wie weit sich das Wasser schon vorgearbeitet hat in den Unterboden meiner rollenden Zweitwohnung.
 Ein kurzer Stop an der Talsperre Bautzen muss sein, ausserdem hab ich noch keinen Kaffee getrunken. Hier macht sich nun auch zum ersten Mal der neue “Liegestuhl” aus dem Hause “Nachbars-Gebraucht-Camping-Shop” nützlich. Also ich glaube das wird von nun an mein Lieblingsstuhl ;-) nochmal DANKE Brigitte und Thomas!!!
Glasklares Wasser, Sandstrand, ein Minigolfplatz, Imbiss, Bootverleih, ... all das bietet die Freizeitanlage Talsperre Bautzen , testet selbst! Ein riesiger Parkplatz befindet sich nach der Einfahrt links.

 Ja und nun folgt die laaaange und sehr gründliche Überprüfung an meinem Wohnmobil, durchgeführt von einem der zwei Chefs von Caravan-Metropol persönlich, Ralf Wünsche. Allerspätestens wenn er sich einen 1x-Anzug und die blauen Plasteüberschuhe anzieht (das kenne ich übrigens von anderen Händlern auch gaanz anders, dort musste ich hinterher immer erst mit dem Wischmopp klar Schiff machen wenn sie aus dem Mobil kamen, bevor es wieder auf Reisen gehen konnte :0 )  um im Inneren hoffentlich nicht auf eine Wasserader zu stossen, sollte auch dem Letzten klar sein: DER Mann versteht sein Handwerk! Und gelenkig ist er auch noch, wie der sich durch den “Keller” schlängelt ... ich wäre ja schon gleich an der ersten Klappe hängengeblieben ;-)))
 Ok, die Liste der Schäden habt ihr ja weiter vorne schon gelesen. Für mich stand nun, ohne zu überlegen fest, das MUSS gemacht werden. Und da mir zu Hause vor der Tür die Möglichkeiten nicht gegeben sind, und ich auch überhaupt nicht wüsste, wie ich das alles wieder herrichten könnte, wird der Termin für die Reparatur klargemacht! Und durch die eigene Mitarbeit lernt man dann ja sein Fahrzeug auch mal so richtig kennen, also auch und gerade den Aufbau des Aufbaus, was hilfreich sein kann für die folgenden Jahre. Weiss man doch nun viel besser, auf welche Stellen man noch mehr einen Blick haben muss. Denn trotz der 5-Jahres-Garantie auf die ausgeführten Arbeiten am Unterboden sollte man eines nicht vergessen: Wasser ist überall ;-) Und um so früher man es (hoffentlich nie wieder) an Stellen entdeckt, an denen es nicht sein soll, um so einfacher und günstiger wird es im Nachhinein.

 Schliesslich brauche ich das Womo auch spätestens im August wieder, für 1 Woche Urlaub in und um Mittenwald, da bring ich meine Familie hin zum Bozner Markt und bleibe natürlich auch gleich dort ;-)
 Das diesjährige Boss-Hoss-Treffen in PullmanCity Harz besuche ich dann diesmal auch nur an dem Samstag mit dem Motorrad ... leider ohne riesen Samstachabendparty :-( ... man kann schliesslich nicht alles haben.
Ein paar Fotos von dort hab ich euch aber mitgebracht >>>

 Die Rückfahrt mit dem Motorrad noch am selben Tag gestaltet sich landstrassenmässigschön. Sogar eine seltene tierische Begegnung habe ich, bevor ich es mir an der Kaffeetafel bei Martina und Ronald nahe Torgau an der Elbe gemütlich mache. Die fehlende Bodenhaftung ersetze ich durch eine leere Plasteflasche ... diese Notlösung musste her, da ich meine Seitenständerunterlage leider im Anhänger habe liegen lassen ...
 Lecker Erdbeerkuchen mit Sahne, nach nur einem Stück allerdings muss ich kapitulieren ;-) Sonst krieg ich später meinen Bauchweggürtel, äh ich meinen Nierengurt, nicht mehr zu ;-)

Die Fotos bis hierher ansehen >>>

22. Juli 2012

So, bin wieder zu Hause ... erstmal ;-)

 Da liegt echt ne harte Arbeitswoche hinter uns. Also auch hinter mir. Denn trotz 5 vollen Arbeitstagen, einmal lagen sie sogar zu dritt unter meinem Womo, habe ich selbst so knappe, nicht genau nachgerechnete, ca 50 Stunden mitgearbeitet. Aber das ist ja genau das super Konzept der gläsernen Werkstatt, die eigene Arbeitskraft mit einbringen. Sicher muss hier jeder schon im Vorfeld seine eigenen Möglichkeiten einschätzen können, aber selbst wenn man “nur” die vielen Reinigungs- und Streicharbeiten nicht bezahlen müsste, da kommt auch ganz schön was zusammen, glaubt es mir ;-)

 Selbstverständlich habe ich das Wochenende vor der Reparatur nochmal genutzt, um mir die Gegend wieder mit dem Motorrad anzusehen, es hat sich gelohnt ...
 Angefangen hat es gleich am Freitag Abend mit dem Musikfest in Schmochtitz, Thema heute: “Orientalische Nacht - Auf den Spuren von Marco Polo”. Sozusagen Frieda meets Klassic ... Und was soll ich sagen, es war ne prima Vorstellung. Vom Kuskus über die Bauchtänzerin bis hin zum Feuerwerk, ein gelungener Abend.
Am Samstag stand dann der einzige gusseiserne Turm Europas in Löbau “im Weg”, schon von weitem sieht man ihn. Dann gibt es dort die 3 Spree-Quellen, von denen ich mir 2 ansah. Riesige Tagebau-Bagger, welche einst riesige Löcher in die Landschaft gruben, die jetzt wieder geflutet werden um zu den schönsten Freizeitanlagen umgestaltet zu werden, stehen hier am Wegesrand rum. Und endlich, im 2ten Anlauf, erreichte ich doch noch den östlichsten Punkt Deutschlands. Sogar fast kpl mit der Varadero ;-)) Nach dem harten Ritt machte ich es mir wieder im neuen Stuhl in der Sonne gemütlich ;-)))) Weitere “Ziele” waren am Sonntag: die Talsperre Quizdorf, Kaffeepause an der Fischzucht Kittner in Petershain, dann am grossen Friedateich vorbei und durch das Lausitzer Biosphärenreservat auf sandigem Untergrund (artgerechte Führung einer Varadero nenne ich das ;-) ), am Bärwalder See entlang (mehrere Stellplätze und Marina rund um den See) ...

Die Fotos bis hierher ansehen >>> ... und hier >>>

 Aber fangen wir doch endlich mit der Arbeit an, und zwar ganz von vorne ...
Also an meinem Beispielwohnmobil von hinten. Und zwar direkt an der hinteren Stossstange. Die muss runter, und auch die ganzen grauen Verkleidungsbleche ringsrum. Und da schlägt man schon nach den ersten 4 Schrauben die Hände vorm Kopf zusammen. Was da an Kabelwirrwarr aus der rechten Heckleuchte rauskommt - schade nur, dass man den “Verursacher” nicht mehr zur Rechenschaft ziehen kann. Ok weiter gehts, die Linke hat komischerweise ein paar Kabel weniger, von hier gehen dann auch sauber die Kabel für die Stromversorgung der Anhängerkupplung ab, denn die wurde in der Werkstatt angebaut und verkabelt, danke FIAT DÖRGE in Osterode, so gefällt mir das!
Die Seitenbleche machen jetzt wieder etwas mehr Mühe. Sind doch die Befestigungschrauben teilweise unter dem Unterbodenschutz schlecht zu erreichen bzw rauszudrehen. Wie wir da wieder welche reinkriegen, ach was, darüber mach ich mir doch jetzt noch keine Gedanken ;-)

 Zu manchen Schrauben wäre es sträflich, nach dem Rausdrehen immer noch Schraube zu sagen. Gute 12 Jahre haben die jetzt vor sich hingerostet. Sieht irgendwie nur noch aus wie ein “rostiger Nagel” ...
Wir kommen gut voran. Eine Seitenblende nach der anderen findet ihren neuen Platz auf dem Reinigungstisch. Alleine da kommt ne Menge Arbeit auf mich zu, das ganze alte Dicht- und Klebemittel muss ab.

 “Vati” nimmt sich mittlerweile schon mal dem Holzboden rund um die Trittstufe an ... dem eigentlichen Grund diese Reparatur. Wie sich am Ende herausstellt, war genau diese Stelle fast die “kleinste Baustelle”. “Vati” ist der Vater von Ralf Wünsche und arbeitet noch ab und zu hier in der Werkstatt mit, wenn Not am Mann ist. Auch er hat es voll drauf und weiss genau, was er da macht. Ab jetzt liegt ne richtig blöde Arbeit vor uns, also auch vor mir. Die Eckhölzer im Rahmen sind eingefasst in ein U-Profil aus Alu. Sicherlich gut gedacht vom Hersteller, schützt doch dieses Stück Blech das Holz von unten vor eventueller Nässe. Doch was ist mit Wasser, welches vielleicht auch mal von oben oder seitlich ins Holz einziehen könnte? (Schliesslich kommt hier seitlich die Bodenplatte an das Blech und ist im Anschluss nur abgedichtet. Und da kann es im Laufe der Zeit schon mal undicht werden und das Wasser zieht sich dort ins Holz rein)  Richtig, das kann dann erst recht nicht wieder raus. Das modert dann da so vor sich hin, und modert und modert ... und wenn wir es nicht rausgemacht hätten, es würde immer noch vor sich hinmodern. Also mit Hammer und Stecheisen die untere Seite des U-Profils wegmachen. Ne mordsarbeit. Schliesslich muss man auch höllisch aufpassen, dass man nicht abrutscht, ist doch gleichzeitig aussen das schicke weisse Wohnmobilblech bis über dieses Profil gezogen. Und das sollte nach Möglichkeit heile bleiben. An einer Stelle floss dann auch nach dem ersten Hammerschlag sofort das Wasser aus dem Profil ... Pechschwarzes “Holz” war darin verborgen. Eine Undichtigkeit also nicht erst seit gestern, nur von aussen halt auch nicht unbedingt für mich zu erkennen gewesen. Und ich habe echt schon genau hingesehen beim Kauf, war ich doch vorgeschädigt durch die anderen 2 Mobile.
 Die seitlichen Kanthölzer gingen soweit ganz gut raus. Vorne links die Ecke war auch noch relativ gut erhalten, also musste nur das Kantholz neu, der Boden ringsum die Stelle wurde behandelt. Links, direkt vorm Hinterrad sah die Sache schon ganz anders aus. Da musste das Unterholz bis hin zur Mitte, zum AL-KO-Rahmen rausgenommen werden. Das war auch die Stelle, wo das pechschwarze Holz war. Einerseits ist hier genau die Anschlussstelle an den Radkasten, welche wohl auch durch kleine nicht zu erkennenden Haarrisse im Unterbodenschutz undicht war. Andererseits ist genau darüber mein Abwassertank im Keller eingebaut. Und erst jetzt, vier Augen sehen bekanntlich mehr als 2 ;-), sehen wir eine ca 1-2 mm breite alte Wasserspur von der Oberkante des Tanks abwärts, da wo eine Leitung in einem 90°-Winkelstück in den Tank reingeht. Und bei noch genauerem Hinsehen erkennt man auch, dass genau dieses Winkelstück schon mal neu geworden sein muss. Es ist nicht ganz so ergraut wie die restlichen schwarzen Kunststoffteile dort.
 Also dort ein “alter” Wasserschaden auch von innen! Na danke Herr xxx! Den Namen des Händlers, bei dem ich dieses Mobil gekauft habe, schreibe ich jetzt absichtlich nicht hier hin. Nicht dass ich noch wegen übler Nachrede mit einem Rechtsstreit rechnen muss. Sicherlich wird sich mancher von euch jetzt fragen, wieso ich eh nicht zu eben diesem Händler gefahren bin (schliesslich hatte ich ja auch gerade den für gut befunden, lag er doch endlich mal in “greifbarer” Nähe zu mir), um die Reparatur durchführen zu lassen? Na was hätte der wohl gemacht, nachdem er mir wohlwissentlich ein nasses Fahrzeug verkauft hat, obwohl ich ihm ja gerade meinen alten Nassen auf den Hof gestellt habe (diesen Schaden habe ich ihm, ich bin halt ne ehrliche Seele, genau beschrieben und auch in den Ankaufvertrag mit reinschreiben lassen, um später nicht selber dafür haftbar gemacht werden zu können). Klar, der hätte das alles sicher irgendwie wieder hingepfuscht! Wenn überhaupt. Aber anständig repariert, damit es auch für die nächsten Jahre hält, was es verspricht? Die reden sich doch nachher alle raus, das kennt doch auch jeder von euch irgendwie. Hauptsache erstmal verkaufen! Denn selbst die Kleineren von mir festgestellten Mängel wurden zwar im Nachhinein behoben, aber irgendwann war auch damit Schluss. Und das gute Verhältnis vom Anfang wurde mehr und mehr getrübt. Nein, ich brauchte eine andere Lösung, und hier bei Caravan-Metropol in Niedergurig habe ich sie gefunden, das weiss ich jetzt schon nach dem ersten Tag Arbeit! Hier ist man nicht aufs Verkaufen aus, hier will man reparieren und damit dem Kunden helfen!

die ersten Bilder aus der Werkstatt >>>


 Jetzt, wo auch all die anderen Schadstellen offen gelegt sind, da wundere ich mich schon, dass ich das alles nicht früher gesehen habe ... gerade hinter dem linken Hinterrad, da muss anschliessend das Holz auf ca 50cm Länge neu gemacht werden. Und das Kantholz hinten, einmal quer über die gesamte Breite, inclusive dem Steher zwischen den Klappen und auch die seitlichen Ecken hinten, das ist schon echt ne Menge altes verrottetes Holz, was da ans Tageslicht kommt. Am Ende meines Arbeitstages, die anderen haben schon lange Feierabend ;-), fege ich die antiken Holzreste mal zusammen, das waren also irgendwann einmal feste stabile Holzlatten!
 Gut, es lässt sich jetzt nicht mehr ändern, da müssen wir durch. Also in erster Linie ich! Ich weiss ja auch wofür ich das mache ... für hoffentlich noch jahrelangen mobilen Fahrspass in dieser rollenden 4-Raum-Wohnung ;-)
 Wir machen weiter, da muss noch jede Menge Altholz saniert werden, und wir haben nur diese 1 Woche Zeit, dann muss ich das Mobil fahrbereit mitnehmen. Herr Wünsche macht mir zwischendurch immer wieder Mut, denn er bekommt wohl meine “Überraschung” nach jeder neuen Schadstelle mit. Das wird schon, machen sie sich keine Sorgen, das schaffen wir!
 Und wirklich, schon am Ende des zweiten Tages ist fast der gesamte Unterboden für den Neuaufbau vorbereitet. Es kommt auf dem Bild vielleicht nicht so genau rüber, aber es ist ein grosser “Maurerkübel”, der voller “Wohnmobilaufbau” ist und entsorgt werden kann. Und selbst die ersten kleinen Neuteile liegen schon fertig zum Vorbehandeln auf der Werkbank. Ich staune! Und lege mich meinerseits auf den alten Perser um die letzten Meter U-Profil aufzutrennen. Rechts vorne bis Hinterrad. Das scheint noch die insgesamt beste Ecke am Unterboden zu sein. Scheint. Denn auch hier ist, und für mich sah es wirklich so aus, nicht alles gut was heile aussieht. Da beide Seiten gleich aufgedoppelt waren mit Holzplatten schien es mir wie vom Werk aus zu sein. Aber es schien nur so. Denn hier müssen links und rechts schon mal je eine dünne Holzplatte auf die alte Bodenplatte geklammert worden sein. Und so sieht es darunter auch aus, fast so wie links. Nur da kam ja noch das Wasser aus dem Abwassertank dazu. Hier rechts ist es also “nur” das Wasser welches irgendwie von unten ins Holz zog.
 Um die Kanten am Weissblech sauber zu machen improvisierte ich nun etwas. Schliesslich ging die doch für mich sehr ungewohnte Arbeit in noch mehr ungewohnter Arbeitshaltung nicht ganz an meinem Rücken vorbei. Ich nahm mir das Rollbrett vom Chef, legte 2 dicke Kanthölzer darauf und darüber meinen Klapptritt. Das war jetzt genau die passende Höhe, damit ich im Sitzen rund um das Wohnmobil ein paar Reinigungsarbeiten durchführen konnte ;-) Man kann schliesslich ruhig blöd sein, man muss sich halt nur zu helfen wissen!
Erwähnte ich eigentlich schon, dass der neue Stuhl super bequem für ein Feierabendbier im Werkstatttor ist? Prost Mücken, euch krieg ich! Ja, die haben mich nebenher auch ganz schön maltretiert. Ich gab es dann auch auf, mitzuzählen und die riesigen roten Blutflecken an den Wänden gleich wegzuwischen, das mach ich nachher in einem Wisch!

noch mehr Bilder aus der Werkstatt >>>

 

 Mittwoch, Tag 3.
Mein erster Blick morgens aus dem Alkoven geht zielstrebig auf die vielen Neuteile, die wir gestern abend noch eingestrichen haben. Vati hat mittlerweile schon das neue Brett an den Unterboden geschraubt, an das später wieder die Trittstufe kommt, sieht gut aus! Ich nehme mir meine alten Kederleisten vor. Erst mal alle alten raus und die Lücke gut reinigen, da waren sie wieder, die Reinigungsarbeiten die wirklich jeder machen kann.
 Und jetzt wieder ein heisser Tip von Herrn Wünsche: Man nehme eine Tülle von irgendeiner neuen Kartusche. Schneide vorne die Spitze auf die Breite der Nut in der Leiste ab. Schiebe nun von hinten den neu einzubringenden Keder durch, und ... zieht ihn einfach in die Nut rein. Das klappt so prima, dass ich schon nach kurzer Zeit und ohne Mühe die gut 30 Meter neuen Keder in der Schiene habe. Zwischendurch immer mal wieder die Tülle zurückschieben, damit der Keder auch schön stramm drin sitzt und anständig abdichtet. Auch der Tip, die schwarze zu nehmen statt der weissen kam von ihm. Sieht auch echt besser aus, und irgendwann hätte eine weisse nur wieder dreckig ausgesehen. Der Kontrast passt prima. Jetzt nehme ich mir noch die Klappen vor. Am Alkoven sparen wir eine winzig kleine Ecke aus. da wird mit Dichtmittel ein sauberer Abschluss nach unten hergestellt. Und von oben bleibt der Keder nur eingeschoben, damit später evtl doch reingelaufenes Wasser dort eine Austrittsöffnung hat. Der kluge Heimwerker sorgt vor ;-)
 Und auch die Kederleiste oben auf dem Dach wird “umgebaut” Also da wo von der Alkovenrundung der Anschluss ans flache Dachblech ist. Lief sie bis heute noch kpl über die gesamte Breite, fehlen ihr nun links und rechts je 1,5 cm. Die sollte ich abschneiden. Da kommt nachher auch kein neuer Keder rein, sondern es wird “nur” versiegelt. Und egal wie das Womo von jetzt an steht, es hat immer einen Wasserablauf, zu jeder Ecke hinten und vorne. Prima Sache das! Keine gefrorenen Wasserlachen mehr im Winter auf dem Dach!

 Ein riesiges Holzpuzzle liegt vor uns! Hoffentlich fehlt nachher nicht doch noch das das letzte Teil ... Bevor nun aber die ganzen Teile eingebaut werden, wird anständig auch das alte nun sichtbare Holz noch vorbehandelt.

 Am Abend, als die Mitarbeiter (Michael, Manfred, Hartmut, ... ) schon Feierabend hatten, und es langsam ruhiger wurde in der Werkstatt, und auch ich mein eigentliches Tagespensum erledigt hatte, stieg mir der Chef noch gehörig aufs Dach. Denn da war ja auch noch Baustelle. Bei der Besichtígung hatte er ja festgestellt, dass ein Befestigungsspoiler einer der 2 Solarplatten keine Verbindung mehr mit dem Dach hatte *heftigerschrockenkuck*. Das hätte unter Umständen auch mal irgendwann während einer Fahrt böse ausgehen können. Also auch hier: Erst mal alles ab! Dann wieder anständig reinigen und fettfrei machen, damit der neue Kleber bombenfest hält. Die neuen Schrauben in die Platten werden auch eine Nummer grösser gewählt, die halten jetzt für die Ewigkeit.

 

 

 

 

 Das Feierabendbierchen habe ich mir heute aber auch wieder redlich verdient.
Zeit, und auch Lust, um zwischendurch mal in die Stadt zu fahren oder an die Talsperre zum Baden, die hab ich leider nicht. Die kann ich mir auch nicht nehmen. Das kann ich den Jungs auch nicht antun ... die malochen sich nen Wolf und ich springe zum Abkühlen in die Fluten. Nene, ich bleibe schön dabei und helfe ihnen, wo ich nur kann. Ausserdem kann man das ganze auch wie eine Art Heimwerkerkurs für Wohnmobilfahrer sehen. Und hier wiederhole ich mich gerne:
Hatte ich vor dieser Woche noch absolut null Plan von dem Aufbau der Wände und des Unterbodens, oder anderer Sachen, die wir hier bei meinem Fahrzeug in Angriff genommen hatten, so würde ich mich jetzt villeicht sogar auch alleine an solch eine Reparatur ran trauen. Aber dazu fehlte mir dann immer noch ein geeigneter Platz um für Tage das Womo dort zu bearbeiten. Weiter fehlten mir dann auch immer wieder “Kleinteile” die man zwischendurch immer wieder besorgen fahren müsste. In einer Werkstatt hat man nun mal all das beisammen. Nein, auch wenns noch mal, ich wills ja nicht hoffen, zu einem solchen Schaden kommen sollte, ich würd mich wieder in die “heiligen Hallen” in Niedergurig begeben, da weiss ich nachher wirklich, was ich habe ;-) Und die nächsten 5 Jahre “muss” ich eh einmal jährlich hinfahren, zur Kontrolluntersuchung. Schliesslich gibt es auf die ausgeführten Arbeiten noch 5 Jahre Garantie! Die gibt mir zu Hause oder in anderen Werkstätten auf so ein altes Fahrzeug und sone Reparaturen bestimmt niemand sonst! Also für mich steht jetzt endgültig fest:

1x Caravan-Metropol - immer Caravan-Metropol!

die Mittwoch-Bilder >>>

 Aber jetzt heissts erst mal wieder weiterarbeiten! Es ist schon Donnerstag! Die Zeit läuft uns davon.
 Jetzt werden alle “Neuteile”, diese wurden wie gesagt zuvor mit einem Schutzharz behandelt, eingeklebt bzw verschraubt. Anschliessend dick mit Klebe-Dichtmittel grob verspachtelt. Viel hilft viel ;-) Die hintere linke Ecke im Boden ist die letzte, die eingepasst wird. Da sie nichts zu halten hat, wird sie auch nur eingeklebt und zur Unterstützung bis zum aushärten mit 2 Holzleisten “hochgedrückt”. Das ist, wie sich nachher zeigt, der einzige klitzekleine “Fehler” den wir machen. Denn wir hatten ja das Womo nur hinten rechts aufgebockt, um besser Platz zu haben um die Trittstufe herum. Links stand es also noch auf dem Rad. Und da ich ja auch die ganze Zeit über darin wohnte, hat da später wohl etwas Druck von oben gewirkt. Die Dichtmasse quoll leicht aus dem Rahmen der Seitenklappe heraus. Glücklicherweise drückte es nach innen. Die Öffnungen für den Schliesser hatte ich schnell wieder freigelegt, und auch die restliche überflüssige schwarze klebrige Masse war am nächsten Tag schnell entfernt (besser warten bis es etwas härter ist, dann schmiert es nicht so beim wegwischen und ist angenehmer an den Händen ;-) ).

 Die Kederleiste links im Bild haben wir übrigens auch extra ca 10 cm über den Rand hängen lassen. Damit auch hier, evtl doch mal hinter sie kommendes Wasser nicht unten an einer Fixierschraube gebremst wird, sondern schadlos weit weg vom Holz abtropfen kann. Da sind sie wieder, diese kleinen Details, die man alleine zu Hause ohne Vorkenntnisse wohl kaum beherzigen würde.

hier die “Tagesbilder” >>>

 Freitag, Tag 5
Der Boden ist wieder dicht! Jungs, ihr habt euch selbst übertroffen! Klasse Arbeit kann ich da nur sagen! DANKESCHÖN!!!


 Und was da an Arbeit wirklich drinsteckt, das sieht man halt auch nur, wenn man vor Ort mit dabei ist und mitbekommt, was da alles gemacht wird. Anders verhält es sich zB. wenn man sein Fahrzeug nur abgibt zur Reparatur und irgendwann nach 4 Wochen wieder holt und dann, weil, man siehts ja erstmal nur so wie es sonst auch aussieht, erstaunt auf die Rechnung blickt: Der Grossteil sind halt die Arbeitsstunden. An Material hat man meist gar nicht so viel. Aber auch hier ein weiterer Vorteil des Vorortsein: Man bekommt jeden Abend eine Summe X “an den Kopf geschmissen”, die sich bis dahin angehäuft hat. So kann man zu jeder Zeit evtl weitere Zusatzarbeiten auf irgendwann später verschieben. Also auch volle Kostenkontrolle im Sinne des Kunden. Und man kann auch gleich vor Ort mitentscheiden, wenn neue zusätzliche Schäden entdeckt werden, das bekommt man am Telefon nicht so anschaulich hin.
 Los, jetzt aber weiter arbeiten. Die Seitenbleche müssen wieder angebaut werden. Auch hier kann ich wieder gut mithelfen, spart den 2ten Mann ;-). Alleine bekommt man die langen Bleche da nicht wieder hin, wo sie hingehören, ihr erinnert euch: an die Schrauben war blöde ranzukommen beim Abbau.
Sicherlich, jetzt ist es ein wenig einfacher, weil man drauflos schrauben kann, so wie man gerade hinkommt. Aber auch diese Seitenverkleidungen werden natürlich von unten mit Dichtmaterial zusätzlich angeklebt. Und da sind 4 Hände einfach besser ;-) Die Radblenden machen noch etwas Zicken, aber mit etwas ziehen hier und drücken da sind auch sie letztendlich wieder da, wo sie hingehören. (Jetzt im November, als ich die Winterräder wieder draufgesteckt habe, fällt mir allerdings auch wieder ein, das ich den inneren Rand eigentlich noch so ca. 1-2 cm abschleifen wollte. Mit den Sommerreifen passt es gerade noch so, die Winterreifen sind doch etwas sperriger und müssen an eben diesen Kanten press vorbeigeschoben werden. Das ist nicht gut, da muss ich nächsten Sommer nacharbeiten!)
 Das 1. Teil, was vor 5 Tagen abgebaut wurde, ist dann auch “fast” das letzte zum wieder anbauen. Die Stossstange schliesst die Lücke zwischen den Verkleidungen wieder. Und als wirklich Letztes wird die Trittstufe wieder angeschraubt, diesmal aber mit “anständigen” Schrauben, so dass man die auch mal wieder abbekommt. Die alten runden vergammelten Schlossschraubenköpfe konnte man nach 12 Jahren doch echt schlecht fassen ...

Nur 4 Bilder >>>


 Wir klemmen die Rückleuchten wieder an, dabei wird auch gleich der Massefehler behoben, der die rechte Leuchte beim Blinken auch hat leicht mitblinken lassen. Also auch hier wieder alle OK.
 Das war nun auch wirklich der erste etwas ruhigere Tag dieser Woche, denn das Ende war nah!
 Einzig der Chef, Herr Wünsche, “musste” am Samstag noch mal ran. Hatten wir ja alles wieder dicht, so wollten wir noch etwas Vorsorge treffen und zusätzlich sämtliche Blendenanschlüsse und Klappen und Rahmen abdichten. Eine Arbeit die man bestimmt auch selbst machen kann, wenn man halt nur Übung darin hat. Die hab ich nicht, also lass ichs machen. Und die sauberen Nähte geben mir Recht. Sicherlich hätte ich das auch hinbekommen, aber in wahrscheinlich 3mal so langer Zeit und bei weitem nicht so schick anzusehen ;-) Also ich mach nochmal sauber und Hr. Wünsche kommt gleich mit der Spritzpistole und ruhiger Hand hinterher ...

 FERTIG!
Ich allerdings auch. Denn, wie schrieb ich schon weiter oben:
 Da liegt echt ne harte Arbeitswoche hinter uns ...
Ich mach mich deshalb auch nicht gleich auf den Weg. Zum ersten ist es besser, wenn die Nähte nicht gleich wieder auf die Strasse kommen und zum 2ten muss ich mir wenigstens noch einmal einen Abend in der Stadt gönnen, sonst krieg ich noch Ärger mit meiner Vara ;-) Pünktlich im Vorbeifahren geht weit hinter der Talsperre schon die Sonne unter, aber so lass ich mir den Beginn des letzten Abend gefallen.

Fotos vom vorerst letzten Tag >>>

 Alles hat seine Zeit. So stehts auf der Sonnenuhr beim Mönchshof geschrieben. Auch meine Zeit ist vorerst gekommen. Ich bekomme eine Leihbatterie, denn für die elektrischen Umbauarbeiten hatten wir wirklich keine Zeit mehr gehabt die Woche über. Ausserdem müssen noch sämtliche Dachluken neu abgedichtet werden und die restlichen Klappenkanten ... also es wird nochmal eine Menge Zeit beanspruchen, bis wir wirklich durch sind mit der Reparatur und den Vorsorgemassnahmen. Ich kann mir heute allerdings Zeit lassen bei der Rückfahrt. Aber was ist das: Willkommen im Land der Frühaufsteher! Ich werde unweigerlich an die Arbeit erinnert, wollte ich doch ursprünglich jetzt irgendwann auf dem Weg Richtung Portugal sein. Das nächste Schild gefällt mir da schon besser: Lass dir Zeit ...

 Links der Autobahn liegt jetzt die “Marina Mücheln, die habe ich ja letztes Jahr kurz angesehen, da lag leider noch kein einziges Boot am Steg. Das muss nächstes Jahr unbedingt noch mal als verlängertes Wochenendziel herhalten ... Das nächste Schild weist auf die Himmelsscheibe “Arche Nebra”, die kommt aber noch dieses Jahr dran, wie sich später im September herausstellen soll. Habe ich mich jetzt total verfahren? Oder was machen die Pyramiden da am Horizont? Puh, Glück gehabt, das sind nur Abraumhalden in Höhe Sondershausen, also bin ich gleich zu Hause ...

die Rückfahrtbilder >>>

 OK, jetzt ist der erste Teil der Reparatur abgeschlossen und ich kann mich ruhigen gewissens aufmachen in die Berge: 1 Woche Mittenwald und Umgebung warten auf uns ...

 

 Reparatur Teil 2:
Und weiter geht es  ...

Selbstverständlich nutze ich die lange Anreise nach Niedergurig und verbringe das Startwochenende mit Motorradfahren im Erzgebirge ;-) Die Rauschenbachmühle war dann auch Ausgangspunkt der Samstagtour ... den Bericht darüber gibt es hier zu lesen >>>
 

 Nach der sonntäglichen Weiterfahrt über wirklich kleinste erzgebirgische Landstrassen erreiche ich erneut die Bautzener Talssperre. Den Stau auf dem letzten Stück Autobahn überlasse ich dann aber gerne dem entgegenkommenden Verkehr ;-))))
 Eine wieder sehr ruhigen Nacht in bewachter Umgebung und mit weit angereisten russischen Kunden habe ich hinter mir, noch einmal liegen gute 3 Tage Arbeit vor uns. Es werden alle restlichen vorbeugenden Abdichtungsmassnahmen getroffen. Sprich: die Dachluken vom mit Tannennadeln und anderem Dreck verklebten altem überschüssigen Dichtmaterial befreit und anschliessend sauber mit Fugendicht zusätzlich abgedichtet. Ebenso bekommen alle Fensterrahmen eine vorsorgliche Dichtnaht ringsrum, hier nehmen wir dann mal grau, von wegen der schöneren Ansicht am eh schon grauen Fensterrahmen ;-). Und auch die letzten Klappenrahmen werden nun dicht mit dem Blech verbunden.
 Weiterhin muss ja noch etwas am Unterboden gemacht werden. Also auf, wieder runter unters Womo ...
Hinten am Holzboden ist das schnell erledigt, nur nochmal alles kontrolliert und hier und da etwas nachgebessert. Vorne der Rost am Fahrerhaus hält da wieder länger auf. Die Einstiege wurden ja schon vom Tüv beanstandet, das sind aber echt nur kleine Löcher, im Gegensatz zu den von Haus aus vorhandenen und mit Plastedeckeln verschlossenen. Auch die Radkästen werden gleich vom Rost befreit.
Der Kühlerträger vorne ist auch ganz schön angegriffen. Da muss schweres Gerät aufgefahren werden. Doch als ich am rechten Ende ankam, was fang ich auch links an, da war es wieder ... ein rieeesiges Loch obenauf *schrecklassnach*. Was doch so alles passieren kann mit sonem Blech in all den Jahren .....
 Das wird dann aber erst wieder in Osterode  gemacht, so lange wird das noch halten.
Alles andere wird nach der Entrostung schön fett mit Unterbodenschutz eingesprüht, genau so, wie Michael die Hohlräume nochmals durch die Düse mit Wachs versorgt.
Ich fange derweil schon mal mit etwas polieren an, denn wie heisst es doch so schön: nicht nur heile, sondern auch glanz ;-)
Die Abschlussarbeit macht dann wieder der Chef höchstpersönlich, und zwar mit dem Einbau der neuen stromspendenden Aufbaubatterien, 2 x 110 AH Gel von victron energy sollen mir die nächsten Jahre dienen. Da mein Vorgänger (sicherlich, es hat gehalten bis heute) nicht sonderlich Wert auf Kabelquerschnitt und Sicherungen gelegt hatte, wird auch hier gleich anständig aufgeräumt. Dicke Kabel und zusätzliche Sicherungen zB ins direkte Kabel zum TV oder auch für den Wechselrichter finden ihren vorgesehenen Platz!

und nochmal ein paar Fotos >>>

 Ja Leute, was soll ich sagen: Wir sind durch! Es ist tatsächlich geschafft, wir sind fertig mit der Arbeit!!!
Und ich bin rundum zufrieden mit dem Endergebnis! Jetzt kann zumindest ich wieder sorgenfrei auf Touren gehen mit der Gewissheit, dass da, wo einstmals Wasser reinkam und Schaden angerichtet hat, für lange Zeit nichts mehr vor sich hin fault.
 Mein Fazit: Es hat sicherlich ne Menge Nerven, und auch ne Menge Euros gekostet. Aber es war alle Mühen und Geld wert! Und das ist doch auch was!
 Auch klar ist für mich, dass ich die nächsten 5 Jahre 1x jährlich zu einer Kontrolluntersuchung zu Caravan-Metropol fahren “muss”, im Zuge der Garantie auf die ausgeführten Arbeiten ... ich sehe das ja mittlerweile etwas anders: ich DARF 1x im Jahr zu den Jungs fahren!!! Und ich freu mich drauf!
 Und das ganze hat sich noch aus einem anderen Grund “gelohnt”:
Aus Herrn Wünsche wurde nach all diesen Tagen doch noch Ralf ;-)


 Nochmals Entschuldigung an das ganze Team, dass es “etwas” länger gedauert hat, mit dem Bericht über die Reparatur bei euch, leider kam mir aber noch einiges andere immer wieder dazwischen. Ich hoffe aber, ihr freut euch trotzdem, dies hier doch noch lesen zu können.
 Also nochmals fetten DANK an euch Alle für die hervorragende Wiederherstellung in ein fahrbares und dichtes Wohnmobil!!!
 


 In der Hoffnung, das noch viele andere Wohnmobilisten und Caravaner in den Genuss kommen dürfen, ihr Wohnmobil bei euch vor dem sicheren Nässetod retten zu können, wünsche ich euch:

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr,

mit HARZlichen Grüssen,
Frieda sei mit euch!

 

 

 

Und hier geht es jetzt mit dem Bericht des anschliessenden Urlaubs in der Gegend bei euch weiter >>>

 

Noch einmal alle Bilderlinks, die zu diesem Bericht gehören:

GALERIE 1 - Bilder vom Überprüfungswochenende samt Umlanduntersuchung per Motorrad

GALERIE 2 - Musikfest in Schmochtitz - Orientalische Nacht

GALERIE 3 - bevor es an die Arbeit geht, Gegend erkunden ;-)

GALERIE 4 - die haben viel Gegend dort ;-)

GALERIE 5 - Jetzt geht´s looos ... ran an das alte Holz ...

GALERIE 6 - 1 Maurerkübel voll totes Womo-Holz

Galerie 7 - der Wiederaufbau beginnt

Galerie 8 - wieder heiles und gut geschützes Holz ;-)

Galerie 9 - fertig - die Trittstufe hält !!!

Galerie 1o - vorerst letzter Abend in Bautzen

Galerie 11 - erstmal wieder nach Hause

Galerie 12 - wir müssen nochmal ran

 

Mit den automatischen Google-Übersetzungen kann man selbst in fremden Ländern meine Internetseite wenigstens ansatzweise “lesen” ;-)

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